Vielseitige Erfahrungen aus dem praktischen Musikleben mit unterschiedlichsten Instrumenten, Mundstücken und deren Kombinationen wurden sortiert und analysiert. Das unterschiedliche Material wirft vor allem eine Frage auf: Aus welchem Grund funktioniert manches besser? Subtrahiert man den Anteil den der/die Spieler*in durch Spieltechnik bei der Tonproduktion leistet, so bleibt die Kombination von Instrument und Mundstück, die ihre Aufgabe – physikalisch zu funktionieren – bestmöglich erfüllen muss. Erste Versuche an der Mundstück-Geometrie führten uns an die Grenzen der Fertigungstechnik, die uns im frühen Entwicklungsstadium zur Verfügung stand. Diese ersten Versuche klärten allerdings eindeutig eine wesentliche Frage. Kann man durch die Einflussnahme auf die Mundstück-Geometrie gezielt sinnvolle Verbesserungen herbeiführen? Ja, man kann!
Die Fertigungstechnische Kompetenz liegt zunächst in der Planung und Aufbereitung von Fertigungsdaten. Der Aufbau eines parametrisch gesteuerten, digitalen Konstruktionsmodells ist die Basis auf der kontrolliert Forschung betrieben und Prototypen zum testen anfertigt werden. Ein mit der Idee wachsendes Konstruktionsmodell, das in Interaktion mit den Testergebnissen angepasst und stetig verbessert wird, liefert die Daten zur Serienfertigung.
Der zweite Teil der technischen Kompetenz liegt im Bereich der Fertigung und Produktion. Nur durch langjährige Erfahrung in der Zerspanung ist es möglich, Ergebnisse zu produzieren, die 1:1 wiederholbar sind, um sie in weiterer Folge auch vervielfachen zu können. Die gesamte Mundstücke-Entwicklung ist abhängig von Präzision und eine der Planung entsprechenden Fertigung. In der technischen Kompetenz liegt auch großer Einsatz von Maschinen, high-tech Werkzeugen, Messtechnik und digitale Handwerkskunst.
Das technisch Know-How in der Fertigung stellt sicher, dass am Ende mit dem Kauf eines Mundstückes unsere Qualität bei den Musiker*innen ankommt.
Nachdem wir mit verschiedenen geometrisch angepassten Mundstücken experimentiert hatten und gewisse Fragen der Fertigung diskutiert hatten, stellten wir uns die Frage was wir mit der vielversprechenden Idee tun sollten. Dies mündete in natürlicher Weise in die Firmengründung. Die Firma repräsentiert eine Fusionierung inhaltlicher und technischer Kompetenzen, kombiniert mit der Faszination für das Aufspüren von Verbesserungsmöglichkeiten. Mit Oktober 2025 teilen wir erste Ergebnisse einer spannenden Entwicklung und stellen uns in der bunten Welt der Mundstücke vor.
Parametrix Mundstücke OG
Gesellschafter: Johann Giesshammer und Manfred Paul Weinberger
Für die inhaltliche Entwicklung verantwortlich: Manfred Paul Weinberger
Für die Produktion und Fertigung verantwortlich: Johann Giesshammer
Die Konzeption und Entwicklung unseres Konstruktionsmodell ist durch die Zusammenarbeit mit Frank Geffke möglich, der Fertigungsprozess wird von Christian Wuppinger betreut.
Produktbilder: Andreas Balon
Website/Webshop: Andreas Grosch-EDV
